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Der Erfolg ist kein Zufall PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Hohlmann   
Sonntag, 04. Juli 2010 um 10:18 Uhr

Eine junge und sympathische Fussballnationalmannschaft aus Deutschland verzückt die Fussballwelt. Nach England wurde nun mit Argentinien ein weiterer Mitfavorit um die Fussballkrone glanzvoll nach Hause geschickt. Doch das erfolgreiche Abschneiden ist alles andere als ein Zufallsprodukt. Es ist Beleg für gewissenhafte Talentförderung in den Vereinen und Verbänden und spiegelt eine Fussballphilosophie, die seit einigen Jahren in Deutschland konsequent umgesetzt wird.

Der Deutsche Fussballbund (DFB) betreibt mit 366 Stützpunkten und rund 1000 Stützpunkttrainern ein engmaschiges, flächendeckendes Netz zur Sichtung und Förderung junger regionaler Talente. 28 Fussballeliteschulen sind darauf ausgerichtet, schulische und fussballerische Entwicklung nebeneinander zu unterstützen.

Eine wichtige Rolle spielen die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga. Sie sind per Lizenz dazu verpflichtet ein Fussballleistungszentrum zu unterhalten. Viel wichtiger jedoch ist, dass die Profivereine der deutschen Ligen tendenziell eher einem jungen Talent aus dem eigenen Nachwuchs Spielmöglichkeiten einräumen, als überteuerten ausländischen und „fertigen“ Spielern. Das extremste Gegenbeispiel ist wohl der unrühmliche WM-Abschneider Italien, der jetzt selbst so richtig „fertig hat“. 

Trainergestalten wie Jürgen Klopp (Dortmund), Ralf Ragnick (Hoffenheim), Joachim Löw (Stuttgart, DFB), Holger Stanislawski (St. Pauli), Marco Kurz (Kaiserslautern), Robin Dutt (Freiburg) oder Thomas Tuchel (Mainz) dominieren in den letzten Jahren das Bild und prägen einen jungen, dynamischen und intelligenten Fussball. Interessanterweise hat sich auch Luis van Gaal in das Bild eingefügt und konsequent auf junge Spieler aus der eigenen Jugend gesetzt.

Diese junge Nationalmannschaft steht erst am Anfang ihrer Geschichte. Gleichzeitig drängen sich schon heute viele weitere Talente auf und hoffen auf Einsätze. Und wie zur Bestätigung war auch die Bundesliga in diesem Jahr mit dem eingeschlagenen Weg international erfolgreich wie lange nicht mehr. Wir dürfen uns auf die nächsten Jahre freuen.

PS: Nur auf einer Position werden wir ein echtes Luxusproblem behalten. Wir bilden zu viele zu gute Torwarte aus. Bis auf die Schweiz hätten wir bei dieser WM alle Nationalmannschaften mit besseren Hütern ausstatten können. Allein 1/3 davon durch Gerry Ehrmanns Torwartschule.

(Bild Copyright by SpreePiX)

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 04. Juli 2010 um 10:46 Uhr