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Was geht ab? Interessante Tendenzen. Vielleicht erleben wir ein Novum bei der Wahl zum Bundespräsident. Vielleicht erleben wir, dass die Wahl "direkter" wird, mehr dem Volkswillen entspricht und weniger dem Fraktions- und Koalitionsgetue. Gut tun würde das der Politik im Allgemeinen und dem Land im Besonderen. Und die Presse arbeitet eifrig mit.  
(Bilder aus "Joachim Gauck erobert die Sonntagspresse" von der Facebook-Gruppe der grünen.)
Und auch Frau Merkel scheint eigentlich nicht viel dagegen zu haben. Anlässlich des 70. Geburtstag von Joachim Gauck hielt sie die Laudatio: "Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, dass ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land sowie als Mahner und Aufarbeiter des SED-Unrechts und damit auch als ein Mann, der immer wieder an historische Verantwortung erinnert. Welche Facette man auch hervorhebt, immer spiegelt sich das Fundament unserer Gesellschaft wider: Einigkeit in Recht und Freiheit. [...] Weil wir immer wieder Debatten brauchen, weil wir uns immer wieder miteinander austauschen müssen, ist es so gut, dass wir Sie, Herr Gauck, haben. Denn Sie legen den Finger in die Wunde, wenn Sie eine Wunde sehen, aber Sie können auch Optimist sein und sagen: Es geht voran. Beides brauchen wir. Danke, dass es Sie gibt. Danke, dass Sie weiter da sind." Danke, dass sie Bundespräsident werden. Ich glaube, sie ist einfach nur nicht auf die Idee gekommen? Aber es ist ja derzeit auch viel los. Nun muss sie sich nur noch ihrer Worte erinnern, Wulff wieder einpacken und gut ist. Read 2 Comments... >> |